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VDS-Infobrief Nr. 101
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Wirtschaftsfakultät der Universität Greifswald mit Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet

Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 10:49 Uhr

stadthalle_saeuleDie Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache hat die diesjährigen Träger des Jacob-Grimm-Preises, des Initiativpreises und des Institutionenpreises Deutsche Sprache bekanntgegeben.

Der Institutionenpreis geht an die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald. Die Jury würdigt damit die Verdienste dieser Fakultät um das alte deutsche Universitätsideal. Als letzte Fakultät in ganz Deutschland bietet sie weiterhin den bewährten Studiengang „Betriebswirtschaftlehre“ mit dem Abschluss Diplomkaufmann bzw. Diplomkauffrau an. Und in der akademischen Lehre setzt sie weiter, ohne die internationale Ausrichtung des Studiums zu gefährden, auf die Sprache Deutsch.

„Wir hoffen, dass diese Anerkennung das Durchhaltevermögen meiner Kollegen in Greifswald stärkt", sagte Jury-Mitglied Professor Dr. Walter Krämer, selbst Wirtschaftswissenschaftler an der TU Dortmund. „Es ist beschämend, wie rückgratlos und gegen besseres Wissen Tausende anderer deutscher Hochschullehrer die bewährten Humboldtschen Ideale zugunsten einer niveaulosen Zwangsamerikanisierung unserer Universitätslandschaft verraten haben. Den Kollegen in Greifswald, die wie Asterix und Obelix standhaft geblieben sind, gebührt höchste Anerkennung und Respekt“, so Krämer.

Unter den bisherigen Trägern des bisher neunmal vergebenen Institutionenpreises Deutsche Sprache waren die Zeitschrift Computer-BILD; das Versandhaus Manufactum, die Stuttgarter Zeitung, die Firma Weleda und die Schweizer Post. Anders als ihre deutsche Konkurrenz redet sie ihre Kunden in deutscher Sprache an.

Der Institutionenpreis ist undotiert. Der mit 30.000 Euro dotierte Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache geht 2010 an den Musiker Udo Lindenberg. Die Eberhard-Schöck Stiftung und der Verein Deutsche Sprache e.V., die diesen Preis vergeben, honorieren damit Lindenbergs Verdienste um die deutschsprachige Popmusik. Den mit 5.000 € dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache erhält die Arbeitsstelle für deutsch-mährische Literatur an der Universität Olmütz.

Die Preisverleihung findet am 23. Oktober 2010 am Hauptwirkungsort der Brüder Grimm in Kassel statt.

www.kulturpreisdeutschesprache.de

 

Medienecho

Der Bürgermeister Hans-Josef Vogel und die Stadt haben die vom Verein Deutsche Sprache vergebene Wortpatenschaft für den Namen ihrer eigenen sauerländischen Stadt übernommen: „Arnsberg“. Der ansässige Heimatbund hatte die Idee und überreichte dem Bürgermeister die Urkunde. Hans-Josef Vogel sagte, er freue sich darauf, die Pflichten der Patenschaft für das Wort zu übernehmen. „Wortpate für ‚Arnsberg‘“, Sauerlandkurier vom 28.03.2010

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung