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VDS-Infobrief Nr. 101
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Wowereit ist Sprachpanscher 2008

Freitag, den 29. August 2008 um 11:51 Uhr

Der Verein Deutsche Sprache e.V., dem weltweit über 31.000 Mitglieder angehören, hat Klaus Wowereit, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, zum Sprachpanscher des Jahres 2008 gewählt. Zum Tag der Deutschen Einheit hatte er Werbefahnen über dem Brandenburger Tor mit Texten flattern lassen, wie: Power for Peace - Power for unity - Power for understanding. Und jüngst warb er für die deutsche Hauptstadt mit Be Berlin. Nach dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, der die deutsche Sprache nur noch als Feierabenddialekt bestehen lassen will, ist Wowereit bereits der zweite Chef einer Landesregierung, dem diese zweifelhafte Ehre zuteil wird.
Mit großem Abstand auf dem zweiten Platz landete Ann Kathrin Linsenhoff, die Vorsitzende der Deutschen Sporthilfe, die in Berlin die Hall of Fame für verdiente deutsche Sportler eingerichtet hat. "Vielleicht sind ja die Olympischen Spiele, bei denen alle Sportler stolz ihre Heimat repräsentieren, auch für Frau Linsenhoff ein Anlass, deutschen Sportlern eine deutsch benannte Ehrenhalle einzurichten," erklärte VDS-Vorsitzender Walter Krämer gegenüber dpa.
Weitere Informationen bei dem für die Sprachpanscherwahl zuständigen Vorstandsmitglied des VDS,
Dr. Gerd Schrammen, Tel.: (0551) 21723, Fax: (0551) 2097285, E-Postfach: ge.schrammen@web.de.

 

Medienecho

Außenminister Guido Westerwelle stellte Ende Februar 2010 die neue Kampagne des Auswärtigen Amtes „Deutsch – Sprache der Ideen“ vor. Sie soll das Ansehen der deutschen Sprache und Kultur im Ausland verbessern und dem Abwärtstrend entgegenwirken, dass Deutsch immer seltener als Fremdsprache gelernt wird. Unter anderem sollen Stipendien, Schulpartnerschaften und Bildungsmessen dieses Vorhaben unterstützen. „Lust auf Deutsch machen“, Auswärtiges Amt vom 24.02.2010

 

 

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Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. ... Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.