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Günther Oettinger ist Sprachpanscher 2006
Freitag, den 25. August 2006 um 10:21 Uhr
Die weltweit über 27000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. haben Günther Oettinger, den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, zum deutschen Sprachpanscher 2006 gewählt. Oettinger hatte in der SWR-Reportage "Wer rettet die deutsche Sprache" zu Protokoll gegeben: "Englisch wird die Arbeitssprache, Deutsch bleibt die Sprache der Familie und der Freizeit, die Sprache, in der man Privates liest." Damit degradiere er, so VDS-Vorsitzender Krämer, die deutsche Sprache zu einem reinen Feierabenddialekt. Oettinger siegte mit großem Vorsprung vor Jörg von Fürstenwerth vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft; er versucht, junge Leute mit "Drug scouts" und Sprüchen wie "Don't drug and drive" von Drogen abzuhalten.
Mit seiner jährlichen Sprachpanscherwahl stellt der Verein Deutsche Sprache e.V. besonders krasse Mißachtungen der deutschen Sprache bloß. Der Preisträger des letzten Jahres, der Direktor des Frankfurter Städel-Museums, hatte seine Besucher zum "Goethe-Jump" und am "Family Day" zum "Art Talk for Families" gebeten. Weitere Sprachpanscher des Jahres sind der DFB-Präsident Mayer-Vorfelder, die Modeschöpferin Jil Sander, Ex-Telekom Chef Ron Sommer, Ex-Bahnchef Johannes Ludewig, oder der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e.V., der diese zweifelhafte Anerkennung für die Einführung des "Funeral Master" erhalten hatte. Der Sieger erhält eine Urkunde per Einschreiben mit der Deutschen Post.
Weitere Infos bei dem für die Sprachpanscherwahl zuständigen Vorstandsmitglied des VDS, Dr. Gerd Schrammen, Tel. (0551) 21723, oder bei www.vds-ev.de.
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