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VDS-Infobrief Nr. 101
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Deutscher Turner-Bund ist „Sprachpanscher des Jahres“

Freitag, den 28. August 2009 um 00:00 Uhr

dtb-logoDie Auszeichnung „Sprachpanscher des Jahres“ erhält 2009 der Deutsche Turner-Bund, vertreten durch seinen Präsidenten, Rainer Brechtken. Über 31.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. (VDS) waren zur Abstimmung aufgerufen. Der Deutsche Turner-Bund bekam mit großem Vorsprung die meisten Stimmen vor der Henkel AG und der Schnellkost-Kette Burger King.

In den Veröffentlichungen des Deutschen Turner-Bundes werden gedankenlos englische Bezeichnungen übernommen. „Slacklining, Gymmotion, Speedjumping oder Speedminton versteht kaum noch jemand“, begründete VDS-Vorstandsmitglied Gerd Schrammen die Entscheidung. Der Turner-Bund lade neuerdings ein zum: Sport for Fun beim Six Cup mit Public Doing. Neue Veranstaltungen heißen: Feel Well Woman in motion, Rent a Star und Champions Trophy. „Wir wollen es nicht hinnehmen, dass sich ein großer Sportverband dafür einsetzt, dass die deutsche Sprache im Sport unbrauchbar wird“, so Schrammen.

 

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Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bunds
Bildquelle: www.enbw-turn-wm.de

Der 1997 gegründete VDS ist der größte Sprach- und Kulturverein in Deutschland. Seit 1997 wählen seine Mitglieder den „Sprachpanscher des Jahres“. Kandidaten für diesen Titel sind zumeist bekannte Persönlichkeiten und öffentliche Einrichtungen, die mit besonderen Fehlleistungen im Umgang mit der deutschen Sprache aufgefallen sind. Den Titel tragen bereits der ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn (2007) für sprachliche Entgleisungen bei der Deutschen Bahn, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger (2006), für seine Degradierung des Deutschen zur „Feierabendsprache“ und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (2008), für die Werbekampagne be Berlin.

Weitere Informationen bei dem für die Wahl des Sprachpanschers zuständigen Vorstandsmitglied des Vereins Deutsche Sprache e.V., Dr. Gerd Schrammen, Tel.: (0551) 21723, Fax: (0551) 2097285, E-Postfach: ge.schrammen@web.de.

 

Medienecho

Außenminister Guido Westerwelle stellte Ende Februar 2010 die neue Kampagne des Auswärtigen Amtes „Deutsch – Sprache der Ideen“ vor. Sie soll das Ansehen der deutschen Sprache und Kultur im Ausland verbessern und dem Abwärtstrend entgegenwirken, dass Deutsch immer seltener als Fremdsprache gelernt wird. Unter anderem sollen Stipendien, Schulpartnerschaften und Bildungsmessen dieses Vorhaben unterstützen. „Lust auf Deutsch machen“, Auswärtiges Amt vom 24.02.2010

 

 

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stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung