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VDS lobt Siemens
Dienstag, den 31. Januar 2012 um 17:36 Uhr
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Siemens-Hauptversammlung 2012 in der Olympiahalle München Foto: Siemens |
Der Verein Deutsche Sprache e.V. hat die Siemens AG auf der Aktionärshauptversammlung am 24.1. in München für das Verzichten auf englische Fremdwörter gelobt. Siemens hatte nach Kritik des VDS die Sprache in eigenen Veröffentlichungen auf Anglizismen hin überprüft.
„Als erster Vorstandsvorsitzender eines Großkonzerns fangen Sie an, Anglizismen, diesen deutsch-englischen Mischmasch, auszumisten“, erklärte Dr.-Ing. Geert Teunis, Siemens-Aktionär und Mitglied der VDS-Arbeitsgruppe „Hauptversammlungen“ gegenüber Siemens-Vorstandschef Peter Löscher. „Workshops heißen nun Arbeitstreffen, Joint Ventures wurden zu Gemeinschaftsunternehmen und aus dem Cross Sector Business wurde das Sektorübergreifende Geschäft“, so Teunis vor 8.800 Aktionären in München.
Teunis hatte aber auch Anlass für Kritik: So bemängelte er, dass Firmenbereiche bei Siemens nach wie vor viele unverständliche Namen wie Healthcare tragen. Selbst die Presse verwende dieses englische Wort nicht, sondern schreibe „Gesundheitssektor“ oder „Medizinbereich“.
Der gemeinnützige VDS ist Deutschlands größter Sprach- und Kulturverein. Er setzt sich auch dafür ein, dass Deutsch als Sprache der Wirtschaft und im Handel nicht weiter an Bedeutung verliert. Seine Mitglieder kritisieren, dass Englisch in vielen deutschen Firmen zur Unternehmenssprache geworden ist.
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