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Städte als Sprachpfleger
Freitag, den 27. Januar 2012 um 11:32 Uhr
Städte und ihre Behörden tragen Verantwortung für die deutsche Sprache. Die Bewohner erhalten amtliche Schreiben, Amtsträger und Verwaltungen präsentieren sich im Internet und auf Plakaten und die Stadtvertreter verhandeln im Stadtrat in deutscher Sprache.
Manche Städte und Gemeinden bekennen sich zu dieser Verantwortung, indem sie Mitglied im Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) werden. „Zehn Städte gehören heute zu den VDS-Mitgliedern“, sagte der Sprecher des Vereins, Holger Klatte. Gotha, Merseburg, Mühlhausen, Paderborn, Rastatt, Rudolstadt, Trossingen, die Gemeinde Wettringen und Wunstorf zeigten mit ihrer Mitgliedschaft, dass ihre Verwaltungen die deutsche Sprache pflegen, dass sie nach Möglichkeit auf denglische Formulierungen verzichten und sprachliche Kulturangebote, wie Theater, Büchereien oder Gesang in ihrer Stadt fördern, so Klatte.
Der VDS weist auch auf sprachliche Nachlässigkeiten von Lokalpolitikern und Behörden hin: So wurde der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, für die Werbekampagne Be Berlin zum Sprachpanscher des Jahres 2008 gewählt, die Stadtverwaltung von Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis) beschloss kürzlich einen Verzicht auf Anglizismen und Hamburg bekommt keinen Chicago Square, nachdem sich der VDS über diesen Namensgebung beschwert hatte.
Der VDS ist mit über 34.000 Mitgliedern der größte Sprach- und Kulturverein in Deutschland. Der gemeinnützige Verein fördert die deutsche Sprache und setzt sich für ihre Weiterentwicklung ein.
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