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VDS-Infobrief Nr. 89
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VDS bestätigt Zehetmair

Donnerstag, den 05. Januar 2012 um 12:03 Uhr

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Der Verein Deutsche Sprache e.V. weist anlässlich der jüngsten Medienberichte über den Begriff „Fetzenliteratur“ auf die schwindende Bedeutung der deutschen Sprache in unserer Gesellschaft hin.

„Jeder Journalist, jeder Lehrer und jeder Sprachwissenschaftler weiß, dass die Sprachkompetenz in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten nachgelassen hat“, sagte der Vorsitzende des VDS, Professor Walter Krämer. Sichtbarer Ausdruck dafür seien Warnungen von Arbeitgebern, Auszubildende könnten sich immer schlechter ausdrücken; oder die nachlassende sprachliche Qualität von Seminararbeiten, die Krämer bei seinen eigenen Studenten feststellt. Deswegen hält er neue, kürzere Sprachformen in den Internetmedien wie Twitter oder SMS eher für eine Zusatzkompetenz. „Viel wichtiger ist aber, dass Jugendliche und Schüler die deutsche Hochsprache beherrschen und dies ist bei einer wachsenden Anzahl nicht mehr der Fall“, erklärte Krämer.

In einem dpa-Interview hatte der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair, zu Beginn der Woche Schreibschwächen bei Jugendlichen bemängelt. Daraufhin waren zahlreiche Artikel und Kommentare erschienen, die die Sorge um die Zukunft der deutschen Sprache als unbegründet ansehen.

 

Medienecho

Über „unsere große Hure Duden“ beschwerte sich Hermann Schreiber im Hamburger Abendblatt. Er kritisierte, dass vom Duden alles, was im Sprachgebrauch auftauche, nach gewisser Zeit übernommen werde. Dabei schloss er in seine Kritik auch die meisten Sprachwissenschaftler mit ein, die behaupteten, dass Sprache nur beobachtet werden müsse und es keine Normen geben dürfe. Positiv erwähnt er den Einsatz der „unerschrockenen Deutschsprecher“ des Vereins Deutsche Sprache. „Unsere große Hure Duden“, Hamburger Abendblatt vom 27.03.2010

 

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Sprüche

„Sie müssen sich doch nur ansehen, wer dieses Geschwafel in unserem Lande eigentlich verzapft. ... Das sind Leute, die glauben, ihre Halbbildung könnten sie dadurch steigern, daß sie sich, weil es als schick gilt, plötzlich nicht mehr in Deutsch ausdrücken.“

Helmut Schäfer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf einer Podiumsdiskussion in Hannover, 24.10.1999.