Nachrichten

VDS-Infobrief Nr. 89
Archiv: 2010 2011

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Pressemitteilungen

Montag, 20. Februar 2012

Deutsch auf dem Weg zum Feierabenddialekt?

Zum Internationalen Tag der Muttersprache erinnert der Verein Deutsche Sprache e.V. an den dramatischen Bedeutungsverlust des Deutschen als Sprache von Kultur und Wissenschaft. In immer mehr Lebensbereichen würde das Deutsche vom Englischen verdrängt und so zu einer Feierabendsprache degradiert.

 

Donnerstag, 09. Februar 2012

Peinliche Bilanz für Radiosender

Der Verein Deutsche Sprache e.V. kritisiert den geringen Anteil deutschsprachiger Musik im Rundfunk in Deutschland. Eine Auswertung der Mediengesellschaft MusicTrace ergab, dass unter den hundert von deutschen Radiosendern am häufigsten gespielten Musiktiteln im Jahr 2011 nur sieben deutschsprachig waren. Am häufigsten spielten die Sender das Lied „Nur in meinem Kopf“ von Andreas Bourani, der es auf Platz 18 schaffte. 92 der hundert meistgespielten Lieder hatten einen englischen Text.

   

Dienstag, 31. Januar 2012

VDS lobt Siemens

siemens Siemens-Hauptversammlung 2012 in der Olympiahalle München
Foto: Siemens

Der Verein Deutsche Sprache e.V. hat die Siemens AG auf der Aktionärs­haupt­versammlung am 24.1. in München für das Verzichten auf englische Fremdwörter gelobt. Siemens hatte nach Kritik des VDS die Sprache in eigenen Veröffentlichungen auf Anglizismen hin überprüft.

„Als erster Vorstands­vorsitzender eines Großkonzerns fangen Sie an, Anglizismen, diesen deutsch-englischen Mischmasch, auszumisten“, erklärte Dr.-Ing. Geert Teunis, Siemens-Aktionär und Mitglied der VDS-Arbeitsgruppe „Haupt­versammlungen“ gegenüber Siemens-Vorstandschef Peter Löscher. „Workshops heißen nun Arbeitstreffen, Joint Ventures wurden zu Gemeinschafts­unternehmen und aus dem Cross Sector Business wurde das Sektor­übergreifende Geschäft“, so Teunis vor 8.800 Aktionären in München.

   

Freitag, 27. Januar 2012

Städte als Sprachpfleger

Städte und ihre Behörden tragen Verantwortung für die deutsche Sprache. Die Bewohner erhalten amtliche Schreiben, Amtsträger und Verwaltungen präsentieren sich im Internet und auf Plakaten und die Stadtvertreter verhandeln im Stadtrat in deutscher Sprache.

Manche Städte und Gemeinden bekennen sich zu dieser Verantwortung, indem sie Mitglied im Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) werden. „Zehn Städte gehören heute zu den VDS-Mitgliedern“, sagte der Sprecher des Vereins, Holger Klatte. Gotha, Merseburg, Mühlhausen, Paderborn, Rastatt, Rudolstadt, Trossingen, die Gemeinde Wettringen und Wunstorf zeigten mit ihrer Mitgliedschaft, dass ihre Verwaltungen die deutsche Sprache pflegen, dass sie nach Möglichkeit auf denglische Formulierungen verzichten und sprachliche Kulturangebote, wie Theater, Büchereien oder Gesang in ihrer Stadt fördern, so Klatte.

   

Donnerstag, 05. Januar 2012

VDS bestätigt Zehetmair

twitter

Der Verein Deutsche Sprache e.V. weist anlässlich der jüngsten Medienberichte über den Begriff „Fetzenliteratur“ auf die schwindende Bedeutung der deutschen Sprache in unserer Gesellschaft hin.

   

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Medienecho

Über „Sale“, das überflüssigste Wort des Jahres 2009, das vom Verein Deutsche Sprache gekürt wurde, berichtete unter anderem die „Bild“, die auch den VDS-Regionalleiter in der Elfenbeinküste, Antoine Djokouéhi, zitierte: „Warum sagt man es nicht in der Sprache der Kunden?“ Das Wort des Jahres war „Abwrackprämie“. Die Mitglieder des Verein Deutsche Sprache aus dem In- und Ausland hatten darüber abgestimmt. Bild vom 16.12.2009

 

VDS-Mitglied werden

vds-logo-kleinAls Mitglied im Verein Deutsche Sprache e. V. tun Sie etwas für die Erhaltung und Weiter­entwicklung des Deutschen als eine eigenständige Kultursprache. Jeder ist will­kommen. Sie können den VDS als stilles Mitglied unterstützen oder die Vereinsarbeit aktiv mitgestalten. Hier (PDF-Datei) finden Sie den Antrag auf Mitgliedschaft. Wir melden uns umgehend bei Ihnen, wenn Sie ihn ausgefüllt an uns zurücksenden. Weitere Informationen finden Sie hier: Mitglied werden.

Stiftung Deutsche Sprache

stiftungdsDie Stiftung Deutsche Sprache wurde 2001 aus der Überzeugung gegründet, dass die deutsche Sprache ein Gemeingut von hohem Wert ist, das der bewussten Förderung und Entwicklung bedarf. Die Stiftung dient der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung dieser Sprache. Sie ist weltanschaulich neutral, politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Sprüche

„Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Schuld daran sind die Werbung, ein Teil der Medien und auch einige Politiker. Sie wollen der deutschen Sprache den Garaus machen. Doch der Versuch, sie abzuschaffen, wird scheitern.“

Hans Magnus Enzensberger am 21.10.2007 in der Bildzeitung